Dirk von Petersdorf
Nimm den langen Weg nach Hause
„Die neue
Gedichtsammlung von Dirk von Petersdorff öffnet einen gewaltigen Spiegelsaal
von Bildern. Dies ist das Werk eines wichtigen Zeitgenossen." Lars
Gustafsson
In der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur hat der Lyriker,
Literaturwissenschaftler, Essayist und Prosaautor Dirk von Petersdorff längst
seinen Platz gefunden, vor allem mit seiner Lyrik. Sie schlägt einen innerhalb
der jüngeren Autorengeneration unverwechselbaren Ton an, ist formbewusst, aber
nicht streng, vermischt subtil die verschiedenen Sprach- ebenen und schafft es,
die allerneuesten Phänomene der Alltagswelt mit den ältesten mythischen und
literarischen Stoffen zu verklammern. Die Kontingenz und Prozesshaftigkeit des
Daseins nimmt diese Lyrik ernst, hinter deren oft ironischer Gestimmtheit ein
melancholisches Verlustgefühl spürbar wird, dem allerdings jede
Verwerfungsgeste fremd ist.
Der vorliegende Band versammelt die besten Gedichte aus von Petersdorffs vorliegenden
vier Lyrikbänden sowie neue Gedichte, darunter zahlreiche Liebesgedichte und
den Zyklus "Die Vierzigjährigen", in dem sich auf bestechende Weise das
Lebensgefühl einer Generation ablesen lässt, die sich in der Lebensmitte
stärker verankert sieht als erwartet und der doch eine letzte Gewissheit fehlt,
ob der eingeschlagene Weg der richtige war. Mit seiner Formenvielfalt und dem
sprachlichen Reichtum, der philosophischen Grundierung, den Anspielungen und
Verweisen, einem Gestus, der immer auf Zugänglichkeit setzt und doch
tiefgründig und gedankenreich ist, nehmen diese Gedichte für sich ein und
berühren und belohnen die Leser.