Horst Eckert
Sprengkraft
Es beginnt mit einem alten
Fall: Martin Zander und Anna Winkler sollen sich noch mal die Akte Noureddine
Diouris vornehmen. Der Dealer marokkanischer Herkunft ist vor gut eineinhalb
Jahren auf offener Straße erschossen worden, der Täter konnte nicht gefasst
werden – vermutlich weil ein ›Maulwurf‹ die Ermittlungen torpediert hat.
Was niemand wissen kann: Noureddines jüngerer Bruder Rafi hat sich inzwischen
religiösen Fanatikern angeschlossen; der Junge ist eine tickende Zeitbombe.
Als die Bombe tatsächlich zündet, spielt das vor allem der Partei Die
Freiheitlichen in die Karten. PR-Profi Moritz Lemke und die erst jüngst
gewählte Vorsitzende Carola Ott-Petersen hatten bislang Mühe, die braune
Vergangenheit der Partei vergessen zu machen. Nun haben sie handfeste
Argumente, zu viel Toleranz Moslems gegenüber an den Pranger zu stellen: Verse
des Koran dienen der Rechtfertigung von Verbrechen an der westlichen Welt. Die
Bedrohung ist real – auch in Deutschland.
Während aber Moritz mehr und mehr selbst an das glaubt, was er erzählt, kommen
Carola Zweifel: Wer lenkt in Wahrheit die Partei?
Horst Eckert wurde 1959 in
Weiden (Oberpfalz) geboren. Er studierte in Erlangen und Berlin Politische
Wissenschaft. Seit 1987 lebt er in Düsseldorf.
Der Thriller „Aufgeputscht“ (1997) wurde 1998 von der
Raymond-Chandler-Gesellschaft mit dem "Marlowe" für den besten
deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres 1997 ausgezeichnet. Derselbe Titel
war zudem für den Friedrich-Glauser-Preis 1998 nominiert. Die „Zwillingsfalle“(2000) wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2001 für den besten
deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres 2000 ausgezeichnet.