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Krasznahorkai, Laslo

László Krasznahorkai

Seiobo auf Erden

»Das erstaunlichste Buch dieses Frühlings kommt aus Ungarn, wo László Krasznahorkai seit einigen Jahren wieder lebt.« Judith von Sternburg, FR
»Ein seltsamerer Prosaband ist in den letzten Jahren nicht erschienen. Eine faszinierende, weltentrückende und lange nachwirkende Lektüre.« Jörg Plath, Deutschlandradio
»Jedes Stück inszeniert auf betörende Weise das Geheimnis der Existenz... Dass die Wahrheit des Schönen nicht von gestern ist und in der Literatur das Unausdenkliche stets Ereignis werden kann, beweist das Werk dieses großen Melancholikers. Seine Kunst ist die Utopie des Wartens – da zu sein, wenn Augenblick und Ewigkeit, Geist und Materie zusammenschießen. Und wir stehen staunend dabei.« Neue Zürcher Zeitung

László Krasznahorkai hat mit dem Erzählband "Seiobo auf Erden" ein welten- und zeiten-umspannendes Buch über die Vollkommenheit geschrieben, ein Buch über das Trans-zendente im Irdischen und die Sehnsucht des Menschen danach. Außergewöhnlich in Stoff und Form, handeln die Erzählungen von vergessenen Meisterwerken der venezianischen Malerei etwa, von einer buddhistischen Holzskulptur, von der Architektur eines Shinto-Schreins oder vom Entstehen einer No-Maske. Sprachlich virtuose Annäherungen an die durch Kunst hervorgerufenen Momente, wenn ringsum alles stillzustehen beginnt und der Raum sich mit dem Atem des Erhabenen füllt.

László Krasznahorkai,1954 in Gyula/Ungarn geboren, erhielt 1993 für »Melancholie des Widerstands« den Preis der SWR-Bestenliste. Bela Tarr verfilmte einige von Krasznahorkais Büchern, darunter »Satanstango« und die »Melancholie des Widerstands«. 2010 wurde ihm der Spycher Literaturpreis verliehen. Heute lebt er als freier Autor in Berlin