Rolf Lappert
Auf den Inseln des
letzten Lichts
Schon als
kleines Mädchen liebt Megan nichts mehr als die Tiere. So verwundert es nicht,
dass sie später zu einer militanten Tierschützerin wird. Die Ambitionen ihres
Bruders Tobey sind hingegen weniger idealistisch: Er versucht sich in Dublin
als Rockmusiker. Zwei Geschwister, die trotz aller Unterschiede auf
einzigartige Weise aneinander gebunden sind. Doch eines Tages ist Megan
verschwunden und Tobeys Suche nach ihr wird zu einem lebensgefährlichen
Abenteuer. Er landet auf einer Insel, die so klein ist und so abgelegen, dass
keine Karte sie verzeichnet. Eine seltsame, im Verfall begriffene Welt erwartet
ihn. Einst war hier eine Forschungsstation für Primaten, jetzt vegetieren die
wenigen verbliebenen Wissenschaftler und Versuchstiere inzwischen nur noch vor
sich hin. Tobey kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Doch schon bald
stellt sich heraus, dass nur Megan die ganze Wahrheit kennt. Rolf Lappert, dessen
Roman "Nach Hause schwimmen" als ein "grandioser
irisch-amerikanischer Roman" gefeiert wurde, "der so leicht kein
Pendant in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur findet" (Die Welt),
beweist erneut sein großes erzählerisches Können. Ein Buch, das die
Absonderlichkeiten des Lebens und der Liebe beschreibt und dem Leser eine
faszinierende, fremde Welt eröffnet.
Rolf Lappert wurde 1958 in Zürich geboren und machte eine Ausbildung zum
Grafiker. Er unterbrach für längere Zeit das Schreiben und gründete mit einem
Freund einen Jazz-Club. Zwischen 1996 und 2004 arbeitete er als Drehbuchautor,
unter anderem für eine Serie des Schweizer Fernsehens. Heute lebt Rolf Lappert
als Autor in Listowel, County Kerry, Irland. Sein Roman "Nach Hause
schwimmen“ wurde 2008 mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet.