Martin Mosebach
Was davor geschah
In seinem
neuen Roman »Was davor geschah« inszeniert Büchnerpreisträger Martin Mosebach
mit detektivischer Genauigkeit ein Spiel von Liebe und Zufall, von
schmerzhafter Wahrheit und menschenfreundlicher Illusion: Eine Frau und ein
Mann sind seit kurzem ein Paar, da stellt die Frau jene gefährliche Frage, die
unschuldig klingt und doch schon den Keim der Eifersucht enthält: Wie war das
eigentlich mit dir, bevor wir uns kannten? Seine Antwort wird zu einem ganzen
Roman, einem Gespinst aus Wahrheit und Dichtung, einem wahren Lügenpalast,
errichtet aus soliden Bausteinen von Wirklichkeit. Frankfurt ist die
phantastische Bühne für ein schwebendes, groteskes Gesellschaftstheater: Muss
eine Familie, müssen zwei Ehen zerfallen, damit ein glückliches Paar sich
findet?
Martin Mosebach schafft eine flackernde, bedrängende Atmosphäre, in der die
komischen, zarten und die brutalen Formen der Liebe ihre Zerstörungskraft
entfalten. In ironischen, konzentrierten Szenen zeichnet er schwer
durchschaubare Menschen in einem nur scheinbar leicht zu durchschauenden
Milieu; zugleich die Wechselspiele des Zufalls, der stärker wirkt, als es die glücklich
oder unglücklich Handelnden glauben möchten.
Martin Mosebach, geboren 1951 in Frankfurt am Main, studierte Jura in Frankfurt
und Bonn. Seit 1980 lebt er als freier Schriftsteller in Frankfurt am Main.
Neben Prosa und Lyrik veröffentlichte er Aufsätze über Kunst und Literatur für
Zeitungen, Zeitschriften und den Rundfunk, Hörspiele, Dramen, Libretti (u.a.
für die Salzburger Festspiele, die Oper Frankfurt und das Freiburger
Barockorchester) sowie Filmdrehbücher (u.a. "Busters Bedroom" und
"Roussel", beide mit Rebecca Horn). Mosebach wurde 2007 mit dem
Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.