Wilfried Steiner
Bacons Finsternis
»Großartig
die Beschreibungen der Bacons, beklemmend und gleichzeitig lustig der
schwerverletzte Held« Martin Suter
Arthur Valentin, der seit Monaten erfolglos über die Trennung von seiner Frau
Isabel hinwegzukommen versucht, sieht bei einer Ausstellung im
Kunsthistorischen Museum in Wien erstmals Werke von Francis Bacon. Die
Darstellung von Schmerz und Leidenschaft im Werk des Malers berührt ihn; er
reist nach London, wo er sich in der Tate Gallery in das Portrait of Isabel
Rawsthorne 1966 vertieft. Plötzlich sieht er zu seinem Schrecken Isabel in
Begleitung eines älteren Herrn, den er als Kunden seines Antiquariats wiedererkennt.
Aus Gesprächsfetzen schließt er, dass die beiden einen Kunstraub planen. Er
versteht die Namen »Bacon« und »Freud«; dann flieht er, unbemerkt.
Glühend vor Eifersucht beginnt er zu recherchieren, das Ergebnis: Lohmeier,
sein Widersacher, war tatsächlich bereits mehrfach in spektakuläre Fälle von
Kunstdiebstahl verwickelt. Diesmal scheint es um ein Bild zu gehen, das in der
Hamburger Speicherstadt versteckt ist. Ein Roman mit hohem Tempo - blendend
erzählt, spannend, intelligent und überaus unterhaltsam.
Wilfried Steiner, geboren 1960 in Linz, studierte Germanistik, Anglistik und
Amerikanistik. Seit 1999 künstlerischer Leiter am Linzer Posthof; literarische
Veröffentlichungen ab 1985, zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Zuletzt
erschien 2003 im Insel Verlag sein Roman »Der Weg nach Xanadu«.