Tommy Wieringa
Der verlorene Sohn
»...ein starkes Stück Literatur, eine fulminante Geschichte, wunderbar geschrieben,
amüsant zu lesen - umwerfend und fesselnd.« Neue Zürcher Zeitung über
'Joe Speedboat'
»Schelmenroman und Hollywood-Burleske gehen in 'Joe Speedboat' eine
wunderbare Allianz ein. ... Wieringa hat drei weitere Romane geschrieben,
allesamt unübersetzt bisher - die möchte man jetzt bitteschön auch auf Deutsch
lesen.« Die Tageszeitung
Zusammen mit der Mutter war Ludwig an die englische Ostküste gezogen, nachdem
der Vater, ein megalomanischer Künstler, Frau und Kind verlassen hatte. Ein
paar Jahre geht alles gut, bis Ludwig von der Vergangenheit seiner Mutter
erfährt und das Haus auf der Klippe, in dem die beiden leben, bei einem
heftigen Sturm ins Meer stürzt. Von jetzt an ist Ludwig heimatlos, auf der
Suche nach seinem eigenen Platz im Leben. Er reist seiner schönen Mutter
hinterher nach Amerika, schockiert, dass sie ihr früheres Leben als
Pornodarstellerin wieder aufgenommen hat. In Los Angeles verdient er sein Geld
als Barpianist und verliebt sich in eine junge politische Aktivistin, die er
aber bald wieder verlässt, weil er seine Mutter retten und endlich seinen Vater
finden muss. In zwei Nächten hintereinander erzählt Ludwig einer
Zufallsbekanntschaft, Linny, seine Geschichte. Sein rastloses Leben kreist um
das fatale Dreieck Vater - Mutter - Sohn und darum, wie man mit dem schwierigen
Erbe seiner 68er-Eltern umgeht ...
Tommy Wieringa, 1967 in der niederländischen Provinz Twente geboren, verbrachte
seine Kindheit auf Aruba. Er war Redakteur einer Literaturzeitschrift und
Musiker. Er lebt heute auf einem Bauernhof in der Nähe von Amsterdam.